Die niederländische Vereinigung lizenzierten Glücksspielanbieters VNLOK hat eine Klage gegen Meta eingereicht und 2026 eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht. Die rechtliche Maßnahme betrifft die anhaltende Anzeige von Werbung für nicht lizenzierte Glücksspielanbieter auf Facebook und Instagram.
Im vierten Quartal 2025 wurden auf den Plattformen von Meta in der Region mehr als 70.000 werbliche Beiträge im Zusammenhang mit Glücksspiel geschaltet. VNLOK berichtet, dass über 95 Prozent dieser Werbebeiträge nicht lizenzierte Anbieter beworben haben, während Meta nach Nutzerbeschwerden weniger als 5 Prozent entfernte.
Die Vereinigung weist darauf hin, dass der niederländische Markt für illegales Online-Glücksspiel jetzt jährlich mehr als 1 Milliarde Euro einbringt und damit die Größe des regulierten Sektors erreicht.
Regulatorische Reaktion und Verzögerungen der Plattform
Die niederländische Glücksspielaufsichtsbehörde KSA bestätigt die operative Verzögerung und gibt an, dass Meta in der Regel nicht konforme Glücksspielanzeigen innerhalb von 36 Stunden entfernt. Anbieter umgehen diesen Filter häufig, indem sie dieselben Kampagnen unter neuen Kontoidentifikatoren und Webadressen neu starten.Niederländische Behörden haben zuvor strengere Kontrollen für die Werbung verfolgt, einschließlich Plänen für ein nahezu vollständiges Verbot von Online-Glücksspielwerbung. Allein im April 2026 reichte KSA bei Meta mehr als 4.600 Beschwerden wegen illegaler Online-Casino-Werbung ein.